Atemschutzwerkstatt

Im Feuerwehrstützpunkt Gernsheim befindet sich eine voll ausgestattete Atemschutzwerkstatt. Die Werkstatt wurde im Jahr 1981 mit der Übergabe des damaligen Neubaus in Dienst gestellt. In der Atemschutzwerkstatt werden

  • Atemschutzgeräte,
  • Atemschutzmasken,
  • Chemikalienschutzanzüge und
  • Brandfluchthauben

gereinigt, geprüft und gegebenenfalls repariert. Atemluftflaschen können mit 200, bzw. 300 Bar gefüllt werden.

Weiter werden in der Atemschutzwerkstatt durch den hauptamtlichen Gerätewart Rettungswesten der Firma Secumar gewartet. Es werden nicht nur die Rettungswesten der Feuerwehr Gernsheim, sondern auch die von umliegenden Feuerwehren als Dienstleistungsangebot gewartet

Bild 1: Der Reinigungsbereich der Atemschutzwerkstatt
Bild 1: Der Reinigungsbereich der Atemschutzwerkstatt

Die Feuerwehr Gernsheim hat drei an der Hessischen Landesfeuerwehrschule ausgebildete Atemschutzgerätewarte. Zwei mal sind es ehrenamtlich tätige Gerätewarte und einmal ist es der hauptamtliche Gerätewart.

Da die Atemschutzwerkstatt nicht nur für Gernsheim inklusive der Stadtteile, sondern auch für weitere Kommunen im südlichen Teil des Kreis Groß-Gerau zur Verfügung steht, ist der Kreis Groß-Gerau an den Kosten der Atemschutzwerkstatt beteiligt.

Bild 2: Der Prüf- und Füllbereich der Atemschutzwerkstatt
Bild 2: Der Prüf- und Füllbereich der Atemschutzwerkstatt

Im Jahr 2005 wurde der alte Prüfstand durch ein Prüfgerät "Quaestor automatic" der Firma Dräger und Ende 2006 der 33 Jahre alte Kompressor inklusive der Füllleiste ersetzt. Weiter wurden kleinere Umbau und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, so dass sich die Atemschutzwerkstatt auf einem aktuellen technischen Stand befindet.

Bild 3: Die Fülleiste für 200 und 300 Bar Atemluftflaschen
Bild 3: Die Fülleiste für 200 und 300 Bar Atemluftflaschen

Die Füllleiste wird über den im Kellergeschoss befindlichen Atemluftkompressor eingespeist und kann sowohl mit 200, als auch 300 Bar füllen. Da bei der Feuerwehr Gernsheim nur noch 300 Bar Geräte vorhanden sind und auch in den Nachbarkommunen 300 Bar sehr verbreitet ist, ist die Füllleiste mit 4 Anschlüssen für 300 Bar und 2 Anschlüssen für 200 Bar ausgestattet.

Die 4 Anschlüsse für 300 Bar sind mit Füllschläuchen und "Schnellfülladapter" ausgestattet, so dass die Flaschen während des Füllens im Flaschenwagen verbleiben können [Bild 3]. Weiter können an allen 6 Füllanschlüssen gleichzeitige Flaschen mit unterschiedlichem Druck gefüllt werden.

Bild 4: Das "Testor"-Prüfgerät der Firma Dräger
Bild 4: Das "Testor"-Prüfgerät der Firma Dräger

Das Prüfgerät "Testor" der Firma Dräger [Bild 4] wird im Prüfablauf für die Prüfung von Atemschutzmasken und Ersatz-, bzw. Rettungslungenautomaten genutzt. Die Luftversorgung ist fest installiert und wird über Atemluft aus Arbeitsflaschen, welche durch den Kompressor gefüllt werden, versorgt.

Das im Jahr 2005 in Dienst gestellte Prüfgerät "Quaestor automatic" der Firma Dräger [Bild 5] ist mit einem PC gekoppelt und erleichtert den Gerätewarten die Prüfung enorm. Mit dem Prüfgerät werden Atemschutzgeräte und Chemikalienschutzanzüge geprüft. Die Prüfung läuft nach vorgegebenen Prüfabläufen, welche über den PC gesteuert sind ab. Die Prüfwerte werden automatisch über die Prüf-Software in die Atemschutz-Verwaltungs-Software übernommen.

Somit werden die Prüfergebnisse dokumentiert und können jederzeit kontrolliert werden. Auch wird den Gerätewarten durch die Verwaltungs-Software jede anstehende Prüfung von Gerätschaften im Rahmen einer "Terminüberwachung" angezeigt. So ist die Prüf- und Überwachungstätigkeit zusammen gekoppelt und nicht auf mehrere Programme oder gar Karteikarten verteilt.
Auch der "Quaestor automatic" ist wie der "Testor" an eine fest installierte Luftversorgung angeschlossen.

Durch die Unterteilung der Atemschutzwerkstatt in einen Reinigungsbereich [BIld 1] und einen Prüf- und Füllbereich [Bild 2] können die Gerätewarte parallel an den genannten Stationen arbeiten, ohne das sich Arbeitsabläufe einander stören. Auch kann eine parallele Prüfung von Atemschutzmasken und Atemschutzgeräten durch die Nutzung der beiden Prüfgeräte durchgeführt werden.
Somit ist ein schneller und reibungsloser Werkstattdurchgang für die einzelnen Gerätschaften gewährleistet.

Bild 5: Das "Quaestor automatic"-Prüfgerät der Firma Dräger
Bild 5: Das "Quaestor automatic"-Prüfgerät der Firma Dräger

Zurück